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Installation auf Unix-/Linux-Systemen


Die MySQL-AB-Gruppe hält von der Binärversion für Linux- und Unix-Betriebssysteme in der Regel ein gepacktes TAR-Archiv (*.tar.gz) zum Download bereit.

Für Linux ist darüber hinaus noch eine Version als RPM-Archiv (Red Hat Paket Manager) verfügbar. Für Linux (Intel) ist dieses RPM-Archiv die einfachste Möglichkeit, Linux zu installieren. Dies gilt jedoch nur, wenn Sie keine Distribution verwenden, die MySQL menügesteuert installiert.

Für die Installation des MySQL-Servers benötigen Sie das Paket MySQL-VERSION.i386.rpm, wobei VERSION für die aktuelle Versionsnummer steht, beispielsweise 4.1.0 oder 5.1.6. Dieses Archiv ist momentan ca. 9 MB groß.

Die Installation erfolgt über die Kommandozeile mit

$>rpm -i MySQL-VERSION.i386.rpm

Das RPM-Archiv legt die Daten in /var/lib/mysql ab und übernimmt die notwendigen Einträge in /etc/rc.d, damit der MySQL-Server automatisch beim Booten als Prozess startet.

Nach der Installation sollte der MySQL-Server betriebsbereit sein. Weiter unter werden Hinweise gegeben, wie Sie die Installation überprüfen können.


Installation eines TAR-Archivs

Wenn Sie eine Binärversion installieren wollen, die als TAR-Archiv vorliegt, gehen Sie wie folgt vor:

Sie benötigen hierfür ein TAR-Archiv, das mit mysql-Version-OS.tar.gz bezeichnet ist. Version steht hierbei für die jeweilige Versionsnummer und OS für das Betriebssystem, beispielsweise mysql-3.23.46-pc-linux-gnu-i686.tar.gz.

Falls in Linux nicht schon vorhanden, legen Sie eine Gruppe mit dem Namen mysql an.

$>groupadd mysql

Achtung: Der Befehl groupadd kann je nach Betriebssystem variieren.

Falls in Linux noch nicht vorhanden, legen Sie einen Benutzer mit dem Namen mysql an:

$>useradd –g mysql mysql

Achtung: Der Befehl useradd kann ebenfalls je nach Betriebssystem variieren.

Wechseln Sie in das Zielverzeichnis, beispielsweise /usr/local/mysql. Sie benötigen in dem Zielverzeichnis Rechte, um Verzeichnisse erzeugen zu können.

Entpacken Sie das gepackte Archiv mit dem Befehl

$>gunzip /Pfad_des_Archivs/mysql-Version-OS.tar.gz | tar xvf

Linken Sie die Version auf Ihr MySQL-Verzeichnis.

$>ln -s mysql-Version-OS mysql

Im Verzeichnis bin, beispielsweise /usr/local/mysql/bin, Ihres MySQL-Installationsverzeichnisses befinden sich alle Hilfs- und Clientprogramme, die MySQL mitliefert. Damit diese später gefunden werden, sollte Ihre PATH-Variable um dieses Verzeichnis ergänzt werden.

Wechseln Sie in das Verzeichnis scripts Ihres Installationsverzeichnisses, beispielsweise /usr/local/mysql/scripts. Führen Sie das Skript mysql_install_db aus, um die Rechtetabelle von MySQL zu erzeugen. Dieses Skript muss nur bei einer Neuinstallation ausgeführt werden.

Aktualisieren Sie die Verzeichnisrechte der MySQL-Installation. Der Besitzer der ausführbaren Dateien sollte root-Rechte besitzen und das Datenverzeichnis sollte dem Besitzer zugewiesen werden, der den mysqld (MySQL-Server) startet. In unserem Fall ist das der Benutzer mysql.

$>chown -R root /usr/local/mysql
$>chown -R mysql /usr/local/mysql/data
$>chgrp -R mysql /usr/local/mysql

Achtung: Die Verzeichnisse können bei Ihnen natürlich auch andere Bezeichnungen haben.

Abschließend müssen Sie Ihr System noch so vorbereiten, dass der MySQL-Server beim Booten des Betriebssystems automatisch startet. Dies erfolgt gewöhnlich über ein Skript in /etc/init.de und einen Link nach /etc/rc3.d/S99mysql sowie /etc/rco.d/S01mysql. Im Verzeichnis support-files finden Sie mit mysql-server ein vorbereitetes Skript, das Sie verwenden können.{PSP}Installation der Source-Distribution

Für die Übersetzung von MySQL auf ein Unix-/Linux-System werden folgende Programme benötigt, die auf dem entsprechenden Zielrechner installiert sein müssen:

Der Ablauf der Installation ist wie folgt:

Sie benötigen ein TAR-Archiv, das mit mysql-Version.tar.gz bezeichnet ist. Sie finden diese Datei auf der Homepage von MySQL bzw. auf dieser Buch-CD.

Falls in Linux nicht schon vorhanden, legen Sie eine Gruppe mit dem Namen mysql an.

$>groupadd mysql

Falls in Linux noch nicht vorhanden, legen Sie einen Benutzer mit dem Namen mysql an.

$>useradd -g mysql mysql

Wechseln Sie in ein Verzeichnis, in dem die Sourcen gespeichert werden sollen, beispielsweise /usr/src/mysql. Entpacken Sie dort das gepackte Archiv mit dem Befehl

$>gunzip /Pfad_des_Archivs/mysql-Version-OS.tar.gz | tar xvf

Führen Sie

$>./configure -prefix=/usr/local/mysql

mit gegebenenfalls weiteren gewünschten Optionen aus. Weitere Optionen erhalten Sie über den Befehl configure –help.

Führen Sie

$>make

aus.

Führen Sie

$>make install

aus.

Wechseln Sie in das Verzeichnis scripts Ihres Installationsverzeichnisses, beispielsweise /usr/local/mysql/scripts. Führen Sie dort das Skript mysql_install_db aus, um die Rechtetabelle von MySQL zu erzeugen. Dieses Skript muss nur bei einer Neuinstallation ausgeführt werden.

Aktualisieren Sie die Verzeichnisrechte der MySQL-Installation. Besitzer der ausführbaren Dateien sollten root-Rechte besitzen und das Datenverzeichnis sollte dem Besitzer zugewiesen werden, der den mysqld (MySQL-Server) startet. In unserem Fall ist das der Benutzer mysql.

$>chown -R root /usr/local/mysql
$>chown -R mysql /usr/local/mysql/data
$>chgrp -R mysql /usr/local/mysql

Kopieren Sie die Beispielkonfigurationsdatei nach /etc.

$>cp support-files/my-medium.cnf /etc/my.cnf

Testen Sie, ob der MySQL-Server betriebsbereit ist. Dieses kann durch Starten des Servers erfolgen. Der Befehl hierfür lautet

$>/usr/local/mysql/bin/mysqld_safe --user=mysql &

Abschließend müssen Sie Ihr System noch so vorbereiten, dass der MySQL-Server beim Booten des Betriebssystems automatisch startet. Dies erfolgt gewöhnlich über ein Skript in /etc/init.d und einen Link nach /etc/rc3.d/S99mysql und /etc/rco.d/S10mysql. Im Verzeichnis support-files finden Sie mit mysql.server ein vorbereitetes Skript, das Sie verwenden können.

mysqld_safe

Unter Unix-Systemen wird ein Skript mit dem Namen mysqld_safe mitgeliefert, das zusätzliche Sicherheitsfeatures für den Start des MySQL-Servers bietet. Hierzu gehören der automatische Restart nach einem Fehler oder die Protokollierung von Servervorgängen. Das Skript benötigt mit kleinen Ausnahmen dieselben Parameter wie mysqld und muss in der Regel nicht editiert werden.